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Kilian Kretschmer: On/Off – Video zur Ausstellung

 

Lebendige Kunstwerke am Scheitelpunkt der Wahrnehmung

HfG-Alumnus Kilian Kretschmer präsentiert Videokunst in der Ausstellung „FOLGE“

 
„Mit meiner Videokunst bringe ich die Unwirklichkeit in meinem Leben zum Ausdruck“, sagt Kilian Kretschmer, Medienkunst-Absolvent der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. „Wo hört die menschliche Wahrnehmung auf, wo fängt die Fantasie an?“ Mit diesen Fragen beschäftigte sich Kretschmer in seinen Werken, die er in der Ausstellung „FOLGE“ in einer leerstehenden Villa in der Gellerstraße 14, Karlsruhe präsentiert. Die Ausstellung vom 31.10. bis zum 08.11.2014 ist der Abschluss eines einjährigen Kulturstipendiums, das er von der Stadt Karlsruhe in Höhe von 20.000 Euro im Jahr 2013 erhalten hatte.
 
  „MODELL“ besteht aus zwei Monitoren, die so arrangiert sind, dass ein nicht vorhandener dritter Monitor zu sehen ist – die wehenden Haare scheinen von alleine zu fliegen.gerg

Die Videokunst-Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, die im Jahr des Stipendiums entstanden sind. Die Werke umfassen verschiedene Formen von Videoinstallationen, welche sich am alltäglichen Leben orientieren und den Wohnraum der Villa einbinden. „Die Villa soll der Ausstellung einen Raum geben, der näher am alltäglichen Leben der Besucherinnen und Besucher ist als eine Galerie oder ein Museum“, erklärt Kretschmer. In dem leerstehenden Haus entstehe die Illusion einer privaten Umgebung. So wird ein Werk mit dem Titel „ARBEIT“ im Arbeitszimmer zu sehen sein, ein weiteres mit dem Titel „HORS D’ŒUVRE“ in der Küche.
 
Das Videokunstwerk „SAND“ ist im Arbeitszimmer der leerstehenden Villa in der Gellerstraße zu sehen.

Die Werke beziehen den Besucher / die Besucherin explizit mit ein, indem z.B. Spiegelbilder verwendet werden. „Auf diese Weise vervollständigt der Betrachter das Werk mit seiner eigenen Erscheinung“, so Kretschmer weiter. Das Ziel sei es, dass die Rezeption die Werke verändere, diese sich verselbstständigten und ein Eigenleben entwickelten. „So werden die Werke lebendig.“
 

Die Videoinstallationen thematisieren außerdem die Grenzen der digitalen Wahrnehmung. Kretschmer wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, wo die menschliche Wahrnehmung aufhöre und die Fantasie beginne. „Ich lasse zum  Beispiel reale Handlungen durch die Art der Darstellung unwirklich erscheinen“, erklärt der Stipendiat, der mit der Förderung Werke und Ausstellung überhaupt erst umsetzen konnte. „Ich bin sehr dankbar für dieses Stipendium, denn nur so konnte ich in dieser Zeit intensiv arbeiten und überhaupt so viele Ideen realisieren.“
Die Ausstellung wird außerdem von den Stiftungen der Landesbank Baden-Württemberg, von dem Haus & Grund e.V. sowie der Karlsruher Bädergesellschaft mbH unterstützt.
 
Flyer der Ausstellung von Kulturstipendiat 2013 Kilian Kretschmer.

 

Quelle: http://www.hfg-karlsruhe.de/news/lebendige-kunstwerke-am-scheitelpunkt-der-wahrnehmung.html